Bildungspolitik in der Schweiz
Die Schweiz hat 26 Kantone mit rund acht Millionen Einwohnern. Ein Ministerium für Bildung gibt es nicht, aber 2006 wurde über den Bildungsartikel für die Verfassung abgestimmt. Dieser wurde trotz geringer Wahlbeteiligung, einstimmig Befürwortet. Der Bildungsartikel, auch Harmos genannt, regelt z.Bsp. die Einschulung, Dauer der Schulzeit und die Fremdsprachen. Auch die Ziele, welche die Schulen erreichen sollen, sind dort verankert. Für diesen Zweck, wird der „Lehrplan 21“ ausgearbeitet, dieser soll bis 2014 vorliegen. Bereits 15 Kantone sind dem Harmos-Konkordat beigetreten. Der seit August 2009 gültige Vertrag, verpflichtet die Kantone zur Umsetzung der vorgegeben Ziele, innerhalb von sechs Jahren.
Die Schweiz hat verschiedene Bildungsstufen. Die Vorschulstufe, ist gleich zu setzen mit dem Kindergarten. Die Kinder sollen den Kindergarten, lt. Harmos, zwei Jahre besuchen. Die Kindergärten werden von den Gemeinden finanziert und sind kostenlos. Die Primarstufe dauert meistens 6 Jahre und soll den Kindern helfen sich selbst zu entfalten, Verantwortungsbewusstsein gegenüber anderen, der Umwelt und sich selbst zu entwickeln. Sie ist ebenso kostenfrei. Die Sekundarstufe I ist die Übergangsschule, von der die Schüler, in weiterführende Schulen oder in einer Berufsbildung übertreten. Sie vermittelt vorwiegend Allgemeinbildung. Die Sekundarstufe II besteht aus zwei Segmenten. Einmal aus dem berufsbildenden und dem allgemeinbildenden Zweig.
Die beliebtesten Lehrberufe sind Elektromonteur/Elektromonteurin, Kaufmann/Kauffrau, Verkäufer/Verkäuferin, Detailhandelsangestellte/Detailhandelsangestellte und Koch/Köchin. Und rund 210.000 Schüler absolvieren eine Berufsausbildung davon erlangten rund 10.000 die Berufsmaturität. Zu dem Allgemeinbildenden Ausbildungssegment zählen die Maturitätsschulen (Gymnasien) und Fachmittelschulen (FMS). Zur Tertiärstufe gehören die Hochschulen, Fachhochschulen und Pädagogischen Hochschulen. Die Quartiärstufe ist eine Weiterbildungsbörse. 30.000 Kurse und Lehrgänge werden dort angeboten. In der Pisa Studie von 2009 war die Schweiz im vorderen Mittelfeld. In Mathematik sogar über dem Durchschnitt der OECD-Staaten. Des weiterem bemüht sich die Schweiz sehr erfolgreich um ausländische Studenten.