Bildungspolitik in Spanien

Die spanische Bildungspolitik ist in drei wesentliche Abschnitte unterteilt. Der erste Abschnitt soll die Erziehung von Kleinkindern effektiv regulieren. Im zweiten Abschnitt wird die Berufsausbildung komplett reformiert. Der dritte Abschnitt stellt die bessere Verzahnung der Angebote für Menschen mit besonderen Bedürfnissen dar.

Das System besteht aus drei unterschiedlichen, aufeinander aufbauenden Schritten. An erster Stelle steht die Vorschulerziehung, die für die Gruppe der 0-6 Jährigen greift. Das Ziel dieses Schrittes ist die Förderung der körperlichen, geistigen und moralischen Entwicklung. Von 6-16 Jahren besteht dann eine Schulpflicht. Diese unterteilt sich in die Grundschulbildung die für die 6-12 Jährigen gilt. In diesem Teil der Schulbildung geht es um die Sozialisation der Kinder und ihre kulturelle Integration. Die Klassen bestehen aus 25 Schülern. Ab einem Alter von 8 Jahren lernen die Kinder eine Fremdsprache. Darauf baut dann die verpflichtende Sekundarbildung für die 12-16 Jährigen auf.

Hiernach bieten sich in der weiterführenden Bildung für die 16-18 Jährigen verschiedene Möglichkeiten. So können die Jugendlichen nach Abschluss der verpflichtenden Sekundarbildung eine allgemein bildende Sekundarschule besuchen, die zum Abitur führt. Dieser Besuch ist freiwillig und unterliegt nicht mehr der Schulpflicht. Oder sie wählen eine spezifische Berufsbildung mittleren Grades. Wenn dieser Weg gewählt wird, erhält man nach ein bis zweijähriger Ausbildung den Titel Techniker in einer der angebotenen Fachrichtungen. In diesem Teil enthalten ist auch ein praktischer Teil in einer Firma.

Das erreichen des Abiturs eröffnet dem Absolventen zwei weitere Wege. Als erstes kann ein Studium an einer Hochschule absolviert werden. Hierfür muss man eine Zulassungsprüfung ablegen an der Universität ablegen.Oder man macht eine höhere spezifische Berufsausbildung. Diese umfasst auch einen praktischen Teil in einer Firma und man bekommt nach Abschluss der Ausbildung den Titel "Höherer Techniker". Dieser Titel berechtigt einen dazu an einer Universität eine verwandte Fachrichtung zu studieren, ohne eine Zulassungsprüfung. Desweiteren gibt es verschiedene Angebote für Erwachsene zur Weiterbildung und auch Angebote für Menschen mit besonderen Bedürfnissen. Für Kunst, Sport und in der Sprachvermittlung gibt es spezielle Bildungswege.