Bildungspolitik in Europa

Bildungspolitik in Europa fällt im Wesentlichen in die Zuständigkeit der einzelnen Mitgliedsstaaten. Aber die Mitgliedsstaaten informieren sich wechselseitig über ihre erfolgreichen Bildungsgänge und bemühen sich um gemeinsame Ziele. Ein gemeinsames Ziel aller Mitgliedsstaaten in der EU ist sicher, die Wettbewerbsfähigkeit der Mitgliedsstaaten und der EU durch eine hervorragende Bildung seiner Einwohner zu sichern.

Was findet auf europäischer Ebene statt? - Die EU stellt Programme für die allgemeine und berufliche Bildung auf, die sie auch finanziell ausstattet. Das Programm Comenius richtet sich an Schulen und Lehrer und möchte deren Kooperation fördern. Im Programm Erasmus wird der Hochschulbetrieb angesprochen und die Ünterstützung der Kooperation von Universitäten und der Erhöhung der Mobilität der Studenten gefördert. Berufsbildungsmaßnahmen wie Auslandspraktika werden vom Programm Leonardo da Vinci erfasst. Grundtvig befasst sich mit der Erwachsenenbildung und deren zu erhöhender internationaler Mobilität, sowie der Förderung von Netzwerken.

Die EU hat für diese Programme in dem Zeitraum von 2007 bis 2013 eine Summe von 7 Milliarden Euro eingeplant.
Auch wenn Bildung in die Zuständigkeit der Mitgliedsstaaten fällt, bemüht sich die EU sehr, hier unterstützend und steuernd tätig zu sein. Über die genannten Programme hinaus existieren auch weitere, kleinere Programme, die sich mit speziellen Themen der Bildung befassen.  Die Bemühungen der EU im Bildungsbereich sind in der Regel auf eine Verbesserung der internationalen Kommunikation und Interaktion ausgerichtet.

Anerkennung von Qualifikationen: Die EU bemüht sich um Regelungen der gegenseitigen Anerkennung von Ausbildungsabschlüssen und deren Vergleichbarkeit. Die Stichworte PISA und Bologna seien genannt. Ebenso sei auch das Europäische Innovations- und Technologieinstitut genannt, dessen Aufgabe es ist, das Wissen von Forschern der gleichen Fachrichtungen und Themen zusammenzuführen und zu wirtschaftlichem Erfolg zu führen. Für dieses Institut hat die EU für den Zeiraum 2008 bis 2013 Mittel von 309 Millionen Euro eingeplant.